Der Winter bringt nicht nur kalte Temperaturen, sondern Luftfeuchtigkeit im Winter auch trockene Luft in Wohnungen und Büros mit sich. Viele Menschen bemerken, dass ihre Haut spannt, die Lippen reißen oder dass Holz und Möbel anfangen, Risse zu bekommen. Die Ursache dafür ist meist eine zu geringe Luftfeuchtigkeit. In diesem Artikel erklären wir, warum die Luft im Winter oft trocken ist, welche Auswirkungen das auf Gesundheit und Wohnkomfort hat und wie man die Luftfeuchtigkeit optimal regulieren kann.
Warum ist die Luft im Winter so trocken?
Im Winter sinken die Temperaturen draußen deutlich. Kalte Luft kann jedoch weniger Wasserdampf aufnehmen als warme Luft. Wenn diese kalte Luft ins Haus gelangt und erwärmt wird, fällt die relative Luftfeuchtigkeit stark ab. Während draußen die Luft vielleicht noch eine Luftfeuchtigkeit von 80 % hat, kann sie in geheizten Innenräumen auf 20–30 % absinken.
Weitere Faktoren für trockene Luft im Winter sind:
- Heizungsluft: Heizkörper entziehen der Luft zusätzlich Feuchtigkeit.
- Lüften: Kurzes Stoßlüften führt oft zu einem starken Abfall der Luftfeuchtigkeit.
- Baumaterialien: Manche Gebäude und Möbel nehmen Feuchtigkeit auf, wodurch die Luft weiter austrocknet.
Auswirkungen zu niedriger Luftfeuchtigkeit
Eine dauerhaft zu geringe Luftfeuchtigkeit kann sowohl die Gesundheit als auch das Wohnklima negativ beeinflussen. Typische Probleme sind:
- Gesundheitliche Beschwerden: Trockene Schleimhäute in Nase und Rachen, erhöhter Hustenreiz, gereizte Augen und Hautprobleme wie Juckreiz oder Rötungen.
- Infektionsanfälligkeit: Trockene Luft begünstigt die Verbreitung von Viren, sodass Erkältungen und Grippe häufiger auftreten können.
- Schäden an Möbeln und Holzböden: Holz kann austrocknen, Risse bilden oder sich verziehen. Auch Musikinstrumente wie Klaviere reagieren empfindlich auf zu trockene Luft.
- Allgemeines Unwohlsein: Viele Menschen fühlen sich müde, gereizt oder haben Kopfschmerzen bei niedriger Luftfeuchtigkeit.
Ideale Luftfeuchtigkeit im Winter
Experten empfehlen, die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zwischen 40 % und 60 % zu halten. Dieser Wert sorgt dafür, dass Schleimhäute nicht austrocknen, das Wohlbefinden steigt und Holzgegenstände geschützt bleiben.
Tipps zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit
- Luftbefeuchter verwenden: Elektrische oder Ultraschall-Luftbefeuchter können gezielt Feuchtigkeit in die Raumluft abgeben.
- Zimmerpflanzen: Pflanzen geben über ihre Blätter Wasserdampf ab und erhöhen so die Luftfeuchtigkeit.
- Wäsche im Raum trocknen: Ein praktischer Nebeneffekt beim Wäschetrocknen in beheizten Räumen ist eine höhere Luftfeuchtigkeit.
- Wasserbehälter an Heizkörpern: Schalen mit Wasser auf der Heizung verdampfen langsam Feuchtigkeit.
- Richtiges Lüften: Kurzes Stoßlüften (5–10 Minuten) anstelle von dauerhaft gekippten Fenstern verhindert, dass die Luft zu stark austrocknet.
Fazit
Die Luftfeuchtigkeit im Winter ist ein oft unterschätzter Faktor für Gesundheit und Wohnkomfort. Zu trockene Luft kann nicht nur unangenehm sein, sondern auch langfristige Folgen für Haut, Atemwege und Einrichtung haben. Mit einfachen Maßnahmen wie Luftbefeuchtern, Pflanzen und richtigem Lüften lässt sich die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen optimal regulieren, sodass man den Winter gesund und angenehm erleben kann.